Streethandball bei Schülern «unglaublich beliebt» – Turnier wird zur Tradition

Streethandball bei Schülern «unglaublich beliebt» – Turnier wird zur Tradition

von Tom Widmer

Bericht aus dem Limmattaler Tagblatt vom 02.02.14

Noch schnell letzte taktische Besprechungen, letzte Tipps und Ermutigungen, dann gehts los: Der «HC Barbie» spielt gegen die «crazy gang» – die Namen haben sich die Teams selber gegeben. Über 30 Teams aus über 100 Schülerinnen und Schülern von der 4. bis zur 6. Klasse aus dem ganzen Limmattal haben am zweiten Limmattaler Streethandball-Schülerturnier teilgenommen. In einer Unterengstringer Turnhalle kämpften sie um Tore und Punkte.

Trotz der jungen Geschichte des Turniers zeichnet sich bereits eine Tradition ab: «Das Turnier hat bei den Schülern einen festen Platz, sie freuen sich das ganze Jahr darauf», sagt Eva Parati vom Schulsport Limmattal. Das Schülerturnier ist eine Zusammenarbeit von Schulen, Vereinen und dem Schulsport, womit die Freude am Sport und am Handball gefördert werden sollen, wie Martin Lehmann, ebenfalls vom Schulsport Limmattal, erklärt.

Dafür wurden im Vorfeld von den Vereinen auch extra Trainings in Schulstunden angeboten. Und die Arbeit trägt Früchte: «Das Interesse am Handball generell ist höher – die Lehrer spielen in den Sportstunden teilweise öfter und an vielen Orten wurde der Schulsport Handball wieder eingeführt, der gerade in Schlieren unglaublich beliebt ist», so Lehmann.

Dass es den Schülerinnen und Schülern Spass macht, das sieht man – lautes Jubeln, Anfeuern und Rufen ist in der ganzen Halle zu hören, jeder gibt vollen Einsatz, rennt, spielt, schiesst. Das Treiben der Feldspieler sowie die furchtlosen Paraden der Torhüter wirken gekonnt. Sogar in den Pausen suchen sie sich einen Platz zum Spielen. «Ich habe noch nicht so oft gespielt, aber es macht Spass und wir haben bis jetzt alles gewonnen», sagt Schüler Ricardo begeistert.

«Einfach zu lernen»

«Ein Grund, weshalb sich Streethandball so gut für ein Schülerturnier eignet, ist, dass es einfach zu lernen ist», so Lehmann. Im Gegensatz zum normalen Handball ist beim Streethandball der Ball weicher, es darf nicht gedribbelt werden und Körperkontakt sollte vermieden werden, wodurch die Schüler oft abspielen müssen und alle zum Zug kommen.

«Ausserdem können Mädchen hier auch bei den Jungs gut mithalten», sagt Lehmann, denn neben reinen Mädchenmannschaften gibt es auch gemischte Teams. «Es ist schon härter gegen die Jungs», sagt Gina vom Team «Freaks», aber das Spielen mache einfach eine Menge Spass – die Teamkolleginnen stimmen ihr zu. Dafür seien sie auch am Samstag gerne früh aufgestanden.

von Sarah Furrer

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